Schimmelsuchhunde

Von jeher werden Hunde wegen ihrer guten Nasen eingesetzt, um Dinge für uns Menschen zu suchen. Um sie dazu zu motivieren, nutzen wir ihren Spiel- und Beutetrieb.

Ein Schimmelpilzspürhund riecht genau genommen nicht den Schimmelpilz oder deren Sporen, er ortet die flüchtigen organischen Verbindungen (MVOC), welche von den Schimmelpilzen gebildet werden. Beim Wachstum von Schimmelpilzen und Bakterien entstehen gasförmige Stoffe mit einem typischen schimmeligen Geruch, der im fortgeschrittenen Stadium auch vom Menschen wahrnehmbar ist. Die MVOC sind in der Regel für diesen charakteristischen Geruch von Schimmelpilz verantwortlich. Neben den von den Schimmelpilzen freigegebenen messbaren Sporen in der Innenraumluft, können auch durch die MVOC erhebliche gesundheitliche Schäden auftreten.

„Der Einsatz eines Schimmelpilzspürhundes wird als Ersatz oder als Er­gän­zung mi­kro­biel­ler Messungen oder von MVOC-Messungen bei nicht sichtbaren, aber vermuteten Schimmelpilzschäden in Gebäuden vorgeschlagen.“

Grenzen des Einsatzes von Schimmelspürhunden

Der Hund zeigt an, wo und in welchem Ausmaß eine mikrobielle Stoffwechselprodukte (auch die von getrockneten und abgestorbenen Pilzen und Bakterien) austreten. Die Geruchsquelle ist zwar nicht immer direkt an der Stelle versteckt, die der Hund anzeigt. Die bauphysikalischen Aspekte müssen von einem Schimmelexperten analysiert werden. Eine qualifizierte Bewertung kann nur aufgrund von Materialanalysen auf lebende und abgestorbene Pilze und Bakterien erfolgen.

Tipp: Stellen Sie sicher, dass der Anbieter der Schimmelhund-Dienstleitung auch ein zertifizierter baubiologischer bzw. bauphysikalischer Sachverständiger ist. Fragen Sie welche Ausbildungszertifikate der Hund erwarb und welche Arbeitserfahrungen und Referenzen vorliegen.